Kein anderer Edelstein ist mehr wissenschaftlich untersucht wurden wie der Diamant und im Unterschied zu fast allen anderen Mineralien entsteht der Diamant nicht in den Lagerstätten in denen er gefunden wird.
Unter hohem Druck, in einer Tiefe von ungefair 150 Kilometern und bei Temperaturen von 1200 bis 1400 °C entstehen Diamanten in unserem Erdmantel. Die Gesteine aus denen Diamanten entstehen, die so genannten Muttergesteine, sind Erdmantelgesteine wie zum Beispiel Peridotit (grobkristallines Gestein), aus dem der meiste Teil des Erdmantels zusammengesetzt ist. Bei der Eruption von Kimperlite (olivinhaltigem Gestein) oder Lamproite, gasreichen vulkanischen Gesteinen, gelangen die vollkommenen ausgebildeten Kristalle über vulkanische Gänge an die Erdoberfläche. Man baut sie dann in den Pipes beziehungsweise schlanken vulkanischen Durschlagsröhren ab. Die Geschwindigkeit des Transports aus der Tiefe schätzt man auf wenige Stunden.
Da die Diamantenkristalle aufgrund ihrer Härte in den Pipes intakt bleiben bei den natürlichen Verwitterungsprozesse, werden die Diamanten freigesetzt. Sie sammeln sich (sedimentieren) in einer der Hauptquellen des Minerals, den Sedimentgesteinen, an (Sekundärvorkommen). Diese Vorkommen werden alluvial genannt.
Über die genaue Entstehung und woher zum Beispiel der Kohlenstoff genau kommt der der Erdmantel enthält gibt es allerdings verschieden Meinungen und gibt den Forschern Rätsel auf. Nur eines scheint klar zu sein wenn es um den Prozess geht und zwar das er abgeschlossen zu sein scheint, den in den letzten 15Mill. Jahren ist keine weitere Diamantenführende Pipe mehr entstanden.